Schaulabor blickt nach Hamburg

18. Januar 2012 von 2Empfehlen  

Nexthamburg tut das, wovon die umbauwerkstatt im Herbst 2009 zuerst geträumt und das, was die Initiative dann schon im Frühjahr 2010 den Verantwortlichen der Stadt Linz als Schaulabor im Rahmen eines grossen konzertierten Prozesssentwicklungspakets angeboten hat.

„Nexthamburg ist Hamburgs Ideenlabor für die Stadt von morgen – unabhängig und offen für alle, die gemeinsam die Zukunft der Stadt gestalten wollen – und Bühne für konstruktive Ideen für Hamburgs Stadtentwicklung.“

Foto: nexthamburg

Foto: nexthamburg

Aktuell lädt die Initiative aus der Hansestadt (in Kooperation mit der Körber-Stiftung, der ZEIT-Stiftung, dem Museum für Hamburgische Geschichte sowie der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt) vom 6. bis 11. Februar 2012 zum Zukunftscamp Hamburg 2030 ein. Dort soll gemeinsam mit anderen BürgerInnen und ExpertInnen eine Vision für Hamburg im Jahr 2030 entworfen werden, um damit Impulse für die aktuelle Stadtentwicklungsdebatte zu setzen.

Eine solche niederschwellige Arbeit wäre auch im Falle der Tabakfabrik dringend nötig und die Chance dazu ist noch nicht vertan. Der entstandene Schwung in der Zwischennutzungphase durch die Bestellung von Chris Müller könnte nun den richtigen Zeitpunkt für so ein Labor bilden.

Das schaulabor war in einer ersten, grundlegenden Phase als Echtzeitforschung am lebenden Objekt konzipiert. Es war als räumliche und personelle Verdichtung des umbauwerkstatt-Prozesses gedacht, ein temporäres Büro vor Ort und eine Steuerzentrale eines pulsierenden und offenen Prozesses. Eine Arbeitssituation, die jederzeit und für jeden zugänglich sein soll. Die erarbeiteten Ergebnisse würden dabei unmittelbar online und vor Ort in Form von Modellen, Plänen, Ideensplittern, Mindmaps und Skizzen auf einer riesigen Wandzeitung kommuniziert werden.

Nexthamburg schreiben abschließend über ihre Arbeit und das anstehende Zukunftscamp:

„Sieh selbst, wie spannend, schwierig und vielschichtig Stadtentwicklung sein kann. Und dass manchmal schon ein kleiner Anstoß genügt, um Großes zu bewirken.“

Das zu sehen sollte auch in Linz für jede(n) BürgerIn möglich werden.

Nexthamburg ist seit April 2009 aktiv und ist seit Juni 2009 als UG (haftungsbeschränkt) mit zehn Gesellschaftern organisiert. Nexthamburg wurde als Pilotprojekt der Nationalen Stadtentwicklungspolitik vom Bundesministerium für Verkehr, Bauen und Stadtentwicklung von 2009 bis Ende 2011 gefördert.

Nexthamburg wird von einem Team aus Stadtplanern, Soziologen, Politologen und Medienmachern betrieben, die Themen und Beiträge redaktionell aufbereiten, moderieren und inhaltlich weiterentwickeln – und den Nexthamburg Prozess mit viel Engagement vorantreiben.

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2 Kommentare zu: Schaulabor blickt nach Hamburg

  1. Rajiv Patwardhan am 24. Januar 2012 um 23:47

    Hallo Linz,
    liebe Grüße aus Hamburg! Sehen wir uns auf dem Zukunftscamp in Hamburg?
    Rajiv

    • Stefan Groh am 28. Januar 2012 um 21:53

      Hallo,
      leider schaffen wir dieses Mal die Reise nach Hamburg terminlich nicht.
      Verfolgen die Entwicklung aber sehr gespannt.
      Grüße,
      Stefan

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